In meiner Kolumne für das Endlichkeitsmagazin „Drunter+Drüber“ schreibe ich über einen Verlust, der mich auf eine Weise heimgesucht hat, die ich nie für möglich gehalten hätte. Mein Freund, ein Mensch, mit dem ich die Liebe zu Gothic-Partys, Vampirmythen und tiefgründigen Gesprächen teilte, nahm sich das Leben – und hinterließ mir nicht nur Trauer, sondern auch einen Wiedergänger, der sich in mein Phantomsehen brannte. Wie ich lernte, mit den Bildern umzugehen, die mein blinder Blick mir vorgaukelte, und was mir schließlich half, ihn in Erinnerung zu behalten, ohne dass er mich weiter verfolgte, das erzähle ich in „Untot und Tod“.
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Kategorie: Szene
Mein erster Fernsehauftritt

Wie mein wirklich erster Fernsehauftritt aussah und warum Journalist*innen damals zu meinem erklärten Feindbild gehörten, erzähle ich in der ersten Ausgabe der Kobinet-Literaturbeilage. Mit meinen späteren Promi-Talks und gut ausgeleuchteten TV-Studios hatte mein Auftakt beim Fernsehen seinerzeit noch wenig zu tun. Kobinet lädt mit seiner Literaturbeilage zukünftig regelmäßig Autor*innen mit Behinderungen dazu ein, autobiografische, fiktionale oder Autofiktionale Geschichten zu erzählen. Ich bleibe autobiografisch und ich war tatsächlich die Punkerin am Hauptbahnhof.
„Heimat und Tod“
Durch Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein großer Teil meiner Familie mütterlicherseits ausgelöscht. Meine Oma erzählte mir oft im Schutze unzähliger Sofakissen vom Flüchtlingstross, dem geschwächten Vater, der in einer Schubkarre transportiert werden musste und von Tante und Mutter, die tot aus dem gemeinsamen Typhuslager entfernt worden waren. In „Heimat und Tod“, der aktuellen Ausgabe der „Drunter + Drüber“, gehe ich mit meiner geliebten Oma noch einmal ihren Weg.
„Sex und Tod“
Dieses Gefühl hat mich auf einen Schlag vernichtet, als ich spürte, dass da gerade etwas Schlimmes passiert ist, dass da etwas Gewaltvolles unser festes Band zerreißt. In diesem Beitrag berichte ich davon, wie mir der schwere Unfall meines Partners die Zerbrechlichkeit unseres Lebens deutlich machte, aber auch von der Erkenntnis, wie unsere gemeinsamen Geschichten, unserer Liebe und Verbundenheit Unsterblichkeit verleihen. Diese Kolumne entstand, wie alle Texte rund um Tränen, Trost und Trauer, für Drunter + Drüber, das Magazin für Endlichkeitskultur.
„Tiere und Tod“
Verbundenheit und Liebe vergehen nicht – sie bleiben über den Tod hinaus bestehen. Über den Abschied von meiner geliebten Hündin Metaxa und über das Verbindende, was lebendig bleiben darf, berichte ich in meiner „Sonntagskolumne“.
„Pfingstgeflüster“

Für das Pfingstgeflüster nehme ich meine Leser*innen mit in die Welt des Wave-Gotik-Treffens (WGT) in Leipzig. Gemeinsam erleben wir die vielfältigen Eindrücke dieses einzigartigen Events und ich berichte von meiner tiefen Verbundenheit mit der Gothic-Szene, die weit über das WGT hinausgeht.
„Humor und Tod“
Es gibt Themen, die sorgen von sich aus eher selten für Erheiterung: Unfälle und Krankheiten, Kriege und Krisen, Verluste und Todesfälle. Dennoch haben auch schlimme Situationen komische Momente. Ich wurde als behinderte Frau oft gefragt, worüber man Witze machen darf und welche wirklich zu weit gehen.
„Umwelt und Tod“
Während ich in anderen Lebensbereichen ein differenziertes Klimabewusstsein ausgeprägt habe, reflektiere ich mein „Bestattungswissen“ in dieser Hinsicht weniger eifrig. Ernährung, Verpackung, Mode- und Kosmetikindustrie, Energieverbrauch und Reisen, das alles hinterfrage ich bewusst, aber wie ist es mit unserer letzten Reise? Es ist Zeit, auch dieses Thema mit Fingerspitzengefühl anzugehen.
„Musik und Tod“
Musik und Tod, das waren bereits zwei entscheidende Zutaten in meiner Kinderzimmerdeko. Sid Vicious, fotokopiert aus raren Sex-Pistols-Fanzines, pöbelte von sämtlichen Wänden und meine Barbies wurden als Nancy-Spungen-Doubles in einen lackledernen Junkie-Look gezaust. Meine Schulheftränder waren verziert mit Totenkopflogos von Lieblingsbands. War ich ein Kind von Traurigkeit? Vielleicht war ich es genau deshalb nicht, weil ich als junge Punkerin ein Ventil fand für meine Angst vor Verlust und Vergänglichkeit. Und den größten Trost fand ich in Musik und Subkultur.