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Über-Sehen

Menstruieren für Fortgeschrittene

Jennifer Sonntag mit blauer Kontrollflüssigkeit; Foto: privat

Wegschweigen oder Bloßstellen: Für „Die Neue Norm“ thematisiere ich als blinde Feministin den Umgang mit Menstruation.

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Szene

„Pfingstgeflüster“

Jennifer Sonntag steht in einem langen schwarz-rotem Kleid im Grünen. Die Arme hält sie leicht angewinkelt und offen- so, als würde sie uns als Gäste willkommen heißen. Dadurch fallen die weit ausgestellten roten Ärmel elegant herab.
Jennifer Sonntag mit mittelalterlichem Kleid; Foto: privat

Für das Pfingstgeflüster nehme ich meine Leser*innen mit in die Welt des Wave-Gotik-Treffens (WGT) in Leipzig. Gemeinsam erleben wir die vielfältigen Eindrücke dieses einzigartigen Events und ich berichte von meiner tiefen Verbundenheit mit der Gothic-Szene, die weit über das WGT hinausgeht.

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Einblicke

14 Jahre als blinde TV-Frau

Zu sehen ist eine Szene im MDR Studio. Auf einem kleinen runden Podest sitzen Jennifer Sonntag und Anja Köbel in Sesseln. zwischen ihnen steht Führhund Paul mit orangener Kenndecke. Beide Frauen haben sich Paul zugewendet und streicheln ihn. Am linken Bildrand ist außerdem eine Kamera zu erkennen.
Mit Führhund Paul und Anja Köbel im Studio; Foto: Jennifer Sonntag

Blindheit im Fernsehen schaut man sich gern an und häufig wird sie von sehenden Darsteller*innen nachgespielt, statt behinderte Schauspieler*innen zu engagieren. Dabei mögen es behinderte Menschen nicht, wenn ihre Identität imitiert wird, da die wirklichen Lebensumstände oft deutlich verfälscht werden. Auch reicht es nicht, blinde Menschen in Talkshows mit inspirierenden Schicksals-Storys zu zeigen. Nach meiner aktiven Zeit als blinde TV-Frau ziehe ich das Fazit, dass es mehr von uns braucht, vor der Kamera und in den Redaktionen: als Schauspieler*innen, Moderator*innen oder Journalist*innen.

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Über-Sehen

Inklusion an der Schule

Meine persönliche Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion an der Schule nicht laufen sollte. Ich habe sie deshalb oft lieber nicht erzählt, um Inklusionsgegner*innen nicht in die Karten zu spielen. Heute denke ich, dass ich gerade als Befürworterin der Inklusion von meinen Erfahrungen berichten muss, damit sich aus den Fehlern von damals ableiten lässt, wie wir es heute besser machen können.

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Szene

„Humor und Tod“

Es gibt Themen, die sorgen von sich aus eher selten für Erheiterung: Unfälle und Krankheiten, Kriege und Krisen, Verluste und Todesfälle. Dennoch haben auch schlimme Situationen komische Momente. Ich wurde als behinderte Frau oft gefragt, worüber man Witze machen darf und welche wirklich zu weit gehen.

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Einblicke

Fünf Jahre Paulchen mit Frauchen

Jennifer Sonntag steht mit ihrem schwarzen Labrador im Führgeschirr auf einem Weg, der auf beiden Seiten von Gras und Büschen gesäumt ist. Jennifer trägt eine Sonnenbrille, deren dunkle Gläser herzförmig und rot gerahmt sind. Ihr Kleid ist schwarz und mit roten Blumen und fliegenden weißen Tauben bedruckt. Dazu trägt sie lackschwarze Schnürstifeletten ohne Absatz.
Jennifer Sonntag mit Blindenführhund Paul; Foto: privat

Zum Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erschien auf „Die Neue Norm“ meine neue Kolumne mit spannenden Einblicken über meinen Hund Paul: Wie wurde Paul ausgebildet? Was kann er und was kann er nicht? Welche Situationen sind gefährlich? Und was müssen andere Menschen im Umgang mit Blindenführhunden beachten?

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Einblicke

Was will denn die Blinde bei Instagram?

Instagram und Nichtsehen widersprechen sich nicht. Die Macht von Bildern fasziniert und überrascht mich weiterhin. In meiner Kolumne für „Die Neue Norm“ beschreibe ich, wie ich Instagram wahrnehme.

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Szene

„Umwelt und Tod“

Während ich in anderen Lebensbereichen ein differenziertes Klimabewusstsein ausgeprägt habe, reflektiere ich mein „Bestattungswissen“ in dieser Hinsicht weniger eifrig. Ernährung, Verpackung, Mode- und Kosmetikindustrie, Energieverbrauch und Reisen, das alles hinterfrage ich bewusst, aber wie ist es mit unserer letzten Reise? Es ist Zeit, auch dieses Thema mit Fingerspitzengefühl anzugehen.

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Über-Sehen

Kein Auffangnetz für Blinde – Vom Hilfesystem mit Depressionen im Stich gelassen

Ruhig und entspannt sieht es aus, wie sie vor mir in ihrem Bett liegt. Ihren Kopf mit den langen schwarzen Haaren sorgsam auf das Kissen gebettet. Mit ihrer rechten Hand, die auf ihrer Brust ruht, hat sie einen kleinen goldenen Stern umfasst, der an einem dünnen Faden hängt. Von ihm gehen beruhigende Lichtstrahlen in Gold und Grün aus, die sich schützend über ihren Schlaf spannen.
Illustration von Franziska Appel für das Buch „Seroquälmärchen“ von Jennifer Sonntag

Durch Mobbing am Arbeitsplatz entwickelte sich bei mir eine Depression. Im dritten Teil der Kolumnentriologie für „Die Neue Norm“ berichte ich von meinen Erfahrungen, mir Hilfe zu wünschen und diese nicht zu bekommen. Über die Vorgeschichte und das Tabuthema “Depression und Behinderung” habe ich in zwei vergangenen Kolumnen geschrieben: Die Erste findet man hier und die Zweite hier.

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Über-Sehen

Zwischen Missgunst und Maskottchenrolle

Verängstigt hat sie sich in ihrem grünen Kleid auf dem Boden zusammengerollt. Mit ihren Händen verbirgt sie ihr Gesicht vor den düsteren Schatten und Fetzen, die von allen Seiten aus der Dunkelheit nach ihr greifen.
Illustration von Franziska Appel für das Buch „Seroquälmärchen“ von Jennifer Sonntag

Im zweiten Teil der Kolumnentriologie für „Die Neue Norm“ berichte ich davon, wie sich meine Depression entwickelte und welche Rolle meine damalige Arbeit dabei spielte. Über das Tabuthema “Depressionen und Behinderung” habe ich bereits eine Kolumne geschrieben, die man hier findet.

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